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26. Jahrestagung der Deutschen Transplantationsgesellschaft

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27.10.2017 - Rheinlobby | 08:00 - 09:30 
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DIVI: Grenzgang Intensivtherapie und Organspende

Vorsitz: K. M. Lücking (Freiburg, DE), C. Wilms (Münster, DE)

08:00
V066
Der Intensivpatient mit infauster cerebraler Prognose zwischen Palliation und Organspende: aus juristischer Sicht
*Torsten Verrel1
1 Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn , Fachbereich Rechtswissenschaft, Kriminologisches Seminar, Bonn, Deutschland
Abstract-Text :

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08:20
V067
Der Intensivpatient mit infauster cerebraler Prognose zwischen Palliation und Organspende: Implikationen eines Therapiezielwechsels aus medizinischer Sicht
*Wolf-Dirk  Niesen1
1 Universitätsklinikum Freiburg , Klinik für Neurologie und Neurophysiologie, Freiburg, Deutschland
Abstract-Text :

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08:40
V068
Donation after Circulatory Determination of Death (DCDD): Die Schweizerischen Erfahrungen
*Renato Lenherr1
1 UniverstitätsSpital Zürich, Donor Care Association, Zürich, Schweiz
Abstract-Text :

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09:00
Gemeinsame Diskussion
*Torsten Verrel1, Wolf-Dirk Niesen2, Renato Lenherr2,3
1 Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn , Fachbereich Rechtswissenschaft , Kriminologisches Seminar, Bonn, Deutschland
2 Universitätsklinikum Freiburg, Klinik für Neurologie und Neurophysiologie, Freiburg, Deutschland
3 UniverstitätsSpital Zürich, Donor Care Association, Zürich, Schweiz
Abstract-Text :

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09:10
V069
Prognosescore septischer Komplikationen nach Lebertransplantation und EAD
*Dieter Paul Hoyer1, Tamas Benkö1, Georgios C.  Sotiropoulos1, Andreas Paul1, Fuat H. Saner1
1 Universitätsklinikum Essen, Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie, Essen, Deutschland
Abstract-Text :

Die Entwicklung einer Early Allograft Dysfunction (EAD) nach Lebertransplantation (LT) ist mit erhöhter Morbidität und Mortalität vergesellschaftet. Diese beruhen i.d.R. auf septischen Komplikationen. Ziel der vorliegenden Analyse war die Identifizierung von klinischen Prädiktoren septischer Komplikationen im Rahmen einer EAD nach LT.


Retrospektiv wurden alle primären adulten LT von 01/2007 bis 06/2012 analysiert. Empfänger-/Spender-/Behandlungsdaten wurden mit dem Auftreten einer Sepsis nach LT und dem Patienten-/Transplantatüberleben mittels univarabler/multivariabler Methoden korreliert.


Bei 564 erwachsenen Patienten erfolgte im Untersuchungszeitraum eine primäre LT. Bei EAD zeigte sich das 1-Jahres-Transplantat- und Patientenüberleben signifikant vermindert (49%, 56.8 %) gegenüber Patienten mit regulärer Transplantatfunktion (76.8%, 77%). Eine Sepsis trat in 35.1% der Patienten mit EAD auf. Die multivariable Analyse zeigte EAD, präoperativen labMELD, präoperative Beatmung, operative Revisionen, und Galleleckagen nach LT als unabhängige Prädiktoren für das Auftreten einer Sepsis nach LT. Ein Punktesystem wurde entwickelt: 0 Punkte wurden als kein Sepsisrisiko festgelegt, 1-4 geringes, 5-7 moderates, 8-10 hohes Sepsisrisiko. Dieses System zeigte statistische Signifikanz (p=0.001) in der Kreuzvalidierung. Das Risiko eine Sepsis nach LT zu entwickeln war für 0, 1-4, 5-7 und 8-10 Punkte 10,9%, 24,2%, 46,2% und 61,9%.


EAD ist ein validierter Prädiktor für vermindertes Patienten- und Transplantatüberleben. Das Punktesystem erlaubt die frühe Risikobeurteilung für das Auftreten von lebensbedrohlichen Infektionen und kann zur frühen Aufnahme der adäquaten Therapie genutzt werden, welche das Rückgrat für verbessertes Überleben bei Sepsis und septischem Schock darstellt.



09:20
V070
Real-time Qualitätssicherung in der Lebertransplantation mit risikoadjustierten CUSUM Charts
*Markus Schoenberg1, Jingcheng Hao1, Adrian Vater1, Tong Zhu1, Oliver Wastian1, Julian Bucher1, Jens Werner1, Markus Guba1
1 Klinikum Großhadern, Klinik für Allgemeine, Viszerale und Transplantationschirurgie, München, Deutschland
Abstract-Text :

Fragestellung


CUSUM (Cumulative Sum) Charts werden seit Jahren in der Industrie verwendet um Produktionsprozesse und ihre Qualität zu überwachen. Die gleiche Methode kann zur Qualitätssicherung von chirurgischen Prozessen eingesetzt werden. Die Herausforderung in der Klinik ist jedoch, dass Patienten nicht homogen sind und die Operation mit unterschiedlichen Risiken behaftet sind. In der Lebertransplantation sind zudem Spenderfaktoren (z.B. Spenderalter) und Empfängerfaktoren (z.B. MELD ) zu berücksichtigen.


In dieser retrospektiven Analyse wurde mittels risikoadjustierten CUSUM (RACUSUM) Charts die in-hospital Mortalität dargestellt und berechnet.


Methoden


Die Analyse umfasste alle Lebertransplantationen von 2007 bis 06.2016. Demographische Daten, labMELD und Donor-Risk-Index (DRI) wurden ausgewertet. Für die RACUSUM Analyse wurde das in-hospital Mortalitätsrisiko der individuellen Patienten in Abhängigkeit vom MELD-Score und dem relativen Risiko (RR) durch das Spenderalter berechnet. Parallel wurde als Kontrolle die Mortalitätsrate aller Jahre berechnet.


Ergebnisse


Es wurden 477 Lebertransplantationen durchgeführt. Das durchschnittliche Alter der Empfänger war 50.2±12.1; der labMELD war 23.77±11. Das durchschnittliche Spenderalter war 54.94±16.5, das Spenderrisiko (DRI) war 1.9±0.4. Mit dem RACUSUM Chart konnte die Mortalität korrekt dargestellt werden (Abb.1). 3 Monate bevor 2010 ein Anstieg der jährlichen Mortalität beobachtet wurde, erreichte der RACUSUM Chart die Kontrollgrenze für die Anhäufung von Todesfällen. 


Schlussfolgerung


Mit der RACUSUM Methode ist es möglich kontinuierlich die Qualität eines Eigriffes (z.B. Lebertransplantation) zu überwachen und gegebenenfalls rechtzeitig bei systemische Fehlern entgegen zu steuern. Dieser Analyse kann zudem für das individuelle Patientenrisiko adjustiert werden, auch wenn dieses nicht nur von Erkrankungsstadium sondern auch von Qualität der Spenderorgane abhängig ist.